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Outsourcing - insbesondere im Büro-Bereich - bedarf der intensiven Einbindung der Mitarbeiter auf der abgebenden Seite. Das betrifft nicht nur die zu verlagernden Funktionen!

 

 

 

 

 

Outsourcing – Ziele und Optionen

Outsourcing – Voraussetzungen, Vorteile und Risiken

Nearshoring – Einsparungspotenzial

Was ist Out- oder Insourcing?

Outsourcing – Erste Schritte

Verlagerung von Ressourcen für diverse betriebliche Funktionen (i.d.R. keine Kernkompetenzen) zu anderen Unternehmen zur Personalkostenreduzierung, Investitionsvermeidung, Abdeckung von Kapazitätsengpässen und ggf. Nutzung weiterer Effekte, wie schnellere Verfügbarkeit von Know-how oder geringere Sachkosten.

 

Grenzüberschreitendes Outsourcing lässt sich in Nearshoring (für Westeuropa nach Osteuropa) und Farshoring (für Westeuropa nach Asien, Mexiko, etc.) unterteilen.

Insourcing beinhaltet die o.g. Verlagerungs-Aktivitäten in umgekehrter Richtung.

Da Insourcing seltener vorkommt, jedoch die gleichen Grundsätze und Methoden zur Anwendung kommen können, wird im Folgenden nur das Outsourcing dargestellt.

Outsourcing sollte i.d.R. nur die Verlagerung von Ressourcen beinhalten, ohne die Prozess-Kompetenzen abzugeben.

Ziele

 

  • Auslagerung von Nicht Kernkompetenzen, um:
    • Kosten zu sparen

    • sich – vor allem in Wachstumsphasen - auf die Kernprozesse fokussieren zu können

 

  • Auslagerung von Technologien, um:
    • Investitionen zu vermeiden (z.B. Galvanik)

    • Know-how anderer Firmen zu nutzen und variabel zu bleiben

 

  • Auslagerung von TeilLeistungen zur Abdeckung von Kapazitätsengpässen

 

  • Auslagerung des Gesamtbetriebs im Rahmen von Zusammenlegungen

 

  • Insourcing bzw. Ausbau eigener Kapazitäten, um:

    • Eigene Ressourcen (Know-how, Manpower, Betriebsmittel und Immobilien) besser auszulasten

    • Einen Teil der Marge des Lieferanten zu sparen

    • das Heranwachsen eines Lieferanten zum Mitbewerber zu vermeiden

Optionen

 

  • Outsourcing zum Fremdunternehmen

  • Outsourcing zum eigenen Unternehmen/eigener NewCo

  • Nearshoring zum eigenen Unternehmen/eigener NewCo oder Fremdunternehmen

  • Farshoring zum Fremdunternehmen

Die oben stehenden Ziele können ja nach Bedarf mit verschiedenen Optionen realisiert werden. Aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten wird auf eine Darstellung der Vor-und Nachteile an dieser Stelle verzichtet.

 

 

Gerne beantworte ich Direktanfragen zu möglichen Umsetzungsoptionen auf Basis der vorgegebenen Zielsetzung! --> Nehmen Sie Kontakt auf

     

Sollte das Ziel primär in der nachhaltigen zweistelligen Kostensenkung liegen, bieten sich nur Nearshoring oder Farshoring an.

Da die Voraussetzungen für ein erfolgversprechendes Farshoring nur selten gegeben sind, wird an dieser Stelle nur das Nearshoring näher betrachtet.

 

Die Wahl, ob das Nearshoring zum eigenen Unternehmen, NewCo oder Fremdunternehmen erfolgt, ist von folgenden Parametern abhängig:

  • Sinnhaftigkeit der Erweiterung des eigenen Auslands-Standortes
  • Bereitschaft zur Übernahme von Anlaufverlusten und der notwendigen Finanzierung der NewCo
  • Bereitschaft zur dauerhaften Bereitstellung von Management-Support zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der NewCo
  • Erfahrungshintergrund mit Auslandsgesellschaften bei NewCo
  • Kontinuität der Auslastung
  • Strategische Überlegungen zum Wachstum im Ziel-Land oder zu anderen Zielen s.o.

Voraussetzungen:

  • Nachvollziehbare Begründung der Massnahme

  • Vorherige Realisierung von Sachkosten-Savings

  • Vorausgehende Prozessanalyse und ggf. Prozessoptimierungen

  • Aktive Unterstützung durch einen Eigentümervertreter während der gesamten Projektlaufzeit

  • Ein erfahrener Projektleiter

Vorteile:

  • erhöht die Werthaltigkeit des Unternehmens
  • nutzt international vorteilhaftere Rahmenbedingungen
  • macht gewachsene Prozesse transparent und hilft diese zu vereinfachen (insbesondere im Büro-Bereich)
  • unterstützt Standardisierung in der Gruppe oder Spartenorganisation   

Risiken:

  • massiver Eingriff in die Prozesslandschaft
  • strapaziert das Betriebsklima, erzeugt «Tal der Tränen»

Outsourcing ist wie der Bau einer Kathedrale. Die Qualität der Planung und des Fundamentes (der Prozessanalyse) bestimmen die Funktionsfähigkeit des Bauwerks (des Aufnehmenden). Nacharbeiten sind extrem zeitaufwendig und teuer.

Das Einsparungspotenzial von Nearshoring hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • Land der abgebenden Seite
  • Land der aufnehmenden Seite (nachstehend am Beispiel Slovakei)
  • dem Verlagerungsumfang

Weitere Einsparungen können i.d.R. aus:

  • der Verlagerung des Zukaufs ausgewählter Dienstleistungen
  • der Reduzierung der Raumkosten

realisiert werden.

Mit diesen Einsparungen können die zusätzlichen laufenden Sachkosten für z.B. Dienstreisen zum Outsourcing-Partner kompensiert werden.

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Die Potenziale sind nur dann nachhaltig realisierbar, wenn die Qualität auf der aufnehmenden Seite gesichert wird.

Wesentliche Voraussetzung dafür sind ein funktionierendes Qualitätsmanagement und eine geringe Fluktuationsrate, die vor allem im Shared-Service-Sektor extrem hoch ist.

Stufe 1 - Idee zum Outsourcing

  • Grob-Formulierung der Ziele und der zu verlagernden Tätigkeiten
  • Erste Potenzial-, Ressourcen- und Risikoabschätzung
  • Workshop mit GF, involvierten Führungskräften und potentiellem Projektleiter
  • Beauftragung Stufe 2

Stufe 2 - Prüfung der Umsetzbarkeit der Idee

  • Kommunikation der Projektidee und des Kern-Teams
  • Grob-Definition der zu erfüllenden Aufgaben – SLA
  • Grobplanung der notwendigen Massnahmen auf der aufnehmenden Seite
  • Plausibilitätsprüfung zu vorgenommenen Schätzungen
  • Präsentation der Ergebnisse und Vorbereitung der Beschlussfassung zum weiteren Vorgehen